Erste Lockerungen für ADFC-Radtouren

Auch für den ADFC gilt: Gesellschaftliches Leben einschränken, alle Veranstaltungen werden bis auf Weiteres abgesagt.
Bei den sportlichen Aktivitäten gibt es erste Lockerungen. Radtouren können, zumindest in Hessen, unter gewissen Einschränkungen geführt werden.
Für gemeinsame Radtouren nach Bayern liegen uns aktuell keine Informationen vor.
In Bayern darf man aktuell nur alleine (max. 2 Haushalte), bzw. innerhalb der Familie gemeinsam fahren.
Mehrtagestouren können zur Zeit noch nicht durchgeführt werden.

Coronavirus Covid-19
Coronavirus Covid-19

Der Landesverband hat einige Regeln zur Durchführung bzw. Teilnahme von Radtouren formuliert, die dringend beachtet werden müssen.
Die Situation ist unverändert so, dass Verordnungen der Länder Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsverbote als Grundregeln enthalten, die von uns als Verein beachtet werden müssen. In unserer Grenzregion müssen wir hierbei auf verschiedene Vorgaben aus verschiedenen Bundesländern beachten. Wir grenzen direkt an Bayern an, auch Baden Württemberg ist nicht weit weg.

Definition einer geführten Radtour


In den Verordnungen, Ausnahmeregelungen und Lockerungen der Länder – dies gilt auch für Hessen – werden geführte Radtouren meist nicht aufgeführt, was jedoch auch andere Sportarten und Betätigungsfelder betrifft. Die Frage stellt sich daher, wo man unser Angebot einordnen kann.
Generell sind geführte Radtouren dem Breiten- und Freizeitsport zuzuordnen. Daher gelten jene Ausnahmeregelungen, die für diesen Sportbereich getroffen werden. Die uns bekannten Corona-Verordnungen unterscheiden nicht danach, ob die Teilnahme am Sport Vereinsmitgliedern oder Gästen offensteht oder ob sie kostenlos oder gegen Entgelt angeboten wird.

Eine geführte Radtour ist ein organisiertes Treffen unter freiem Himmel, kein Mannschaftssport oder Wettkampf. In der Regel wird das eigene Sportgerät, d.h. das eigene Fahrrad benutzt. Die Corona-Verordnungen, die sportliches Training erlauben, verstehen darunter auch den Freizeit- und Breitensport. Daher ist Radfahren auch in Ausübung einer geführten Radtour einfacher und unproblematischer möglich als viele andere Sportarten.

Regeln zur Durchführung und Teilnahme an geführten ADFC-Radtouren


Zur Durchführung und Teilnahme an einer geführten Radtour unter den momentanen Umständen müssen folgende Regeln beachtet werden:

1. Keine Radtour ohne vorhergehende Information der Teilnehmer*innen
Auf www.adfc.de bzw. im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC werden die Besucher*innen folgendermaßen informiert.
„Die Corona-Verordnungen der Bundesländer sehen nach wie vor Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit vor. Vereinzelt sind aufgrund der Ausnahmen für den Breiten- und Freizeitsport wieder geführte Radtouren des ADFC möglich. Der ADFC ist sich seiner Verantwortung bewusst und unternimmt alles, um eine sichere Teilnahme an seinen Angeboten zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Einhaltung der empfohlenen Hygienetipps (www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutz-durch-hygiene.html). Wir bitten jedoch Angehörige von Risikogruppen (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html) zu überlegen, ob unsere Angebote für sie in Frage kommen.“
Wichtig ist, dass wir an das Verantwortungsbewusstsein aller appellieren, gleichzeitig jedoch niemanden z.B. aufgrund seines Alters diskriminieren. Im Zweifel haben wir auf unseren Veranstaltungen jedoch das Hausrecht.

2. Keine Radtour ohne Anmeldung oder Teilnahmeliste
Am Startort wird in einer Teilnahmeliste von jedem Teilnehmenden Name, Adresse, Telefonnummer erfasst. Diese Erfassung muss kontaktlos erfolgen, also z. B. durch Zuruf. Die Daten sind wichtig, um ggf. Infektionsketten nachvollziehen zu können. Die Daten müssen datenschutzkonform aufbewahrt werden, jedoch für die Verantwortlichen der Gliederung auch rasch zugänglich sein. Nach Ende der diesjährigen Saison im Herbst müssen die Daten gelöscht oder vernichtet werden, s.a. https://login.adfc.de/organisationvorort/datenschutz-im-adfc.
Die Tourenleitung fotografiert die Liste und schickt sie per E-Mail an teilnahmeliste?(?at?)?adfc-hessen.de. Dieses Konto wird von der Landesgeschäftsstelle verwaltet. Bei berechtigten Nachfragen werden die entsprechenden Listen herausgegeben, sonst werden die entsprechenden E-Mails nach einem Monat gelöscht.

3. Keine Radtour oberhalb der erlaubten Teilnehmer*innenzahl
Lassen die Ausnahmereglungen der Kontaktbeschränkungen eine geführte Radtour zu, wie dies in Hessen derzeit der Fall ist, dann muss sichergestellt sein, dass eine Gruppe Tourenteilnehmer*innen nie größer als die vorgeschriebene maximale Teilnehmer*innenzahl ist. Muss aufgrund einer spontanen Überschreitung der Personenanzahl die Gruppe geteilt werden, so sind die Gruppen durchweg getrennt zu führen. Für Hessen liegt uns keine offizielle Zahl vor (außer hinsichtlich des Verbotes von Großveranstaltungen mit mehr als 100 Personen) – wir führen aber nur eine Gruppengröße von max. 12 Personen.

4. Die gesamte Radtour muss kontaktlos durchgeführt werden
Der persönliche Kontakt zwischen Tourenleiter*in und Teilnehmer*innen muss kontaktlos vonstattengehen. Das betrifft auch die Abwicklung der Teilnahmeliste und die Bezahlung
oder Spendenannahme.

5. Keine Radtour ohne Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln
Auch hier gilt es, die örtlichen Vorschriften zu beachten. Radtourenleitende halten die empfohlenen Hygieneregeln ein (www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutz-durch-hygiene.html) und weisen die Teilnehmenden auch darauf hin. Eine Möglichkeit ist der Aushang eines Hinweisblatts (z. B. https://t1p.de/2phj).
Als Radfahrende fällt es uns leichter, Abstand zu halten als z.B. Spaziergänger*innen. Wird hinter einander gefahren, so ist mindestens eine Fahrradlänge Abstand zu halten. Wird nebeneinander gefahren, so muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Außenstehenden fällt es oftmals schwer zu entziffern, ob es Familienangehörige sind, die eng an eng in einer Gruppe mitfahren. Im Zweifel solltet ihr alle Teilnehmenden zur Wahrung der gegebenen Abstände bitten.
Der ADFC erlässt keine Pflicht, einen Mund-Nasenschutz während einer geführten Radtour zu tragen. Gleichwohl empfiehlt es sich, während des Kontakts mit den Teilnehmenden einen geeigneten Mund-Nasenschutz zu tragen (z. B. bei der Begrüßung, während den Pausen etc.) Gibt es anderslautende, örtliche Vorschriften, so sind diese einzuhalten. Weitere Informationen zum Mund-Nasenschutz finden sich z. B. auf https://t1p.de/oz74.

6. Keine Radtour auf der untereinander Fahrräder getauscht werden
Schnell einmal das tolle Rad des Mitfahrenden auszuprobieren, wäre nur mit einem erhöhten Aufwand an Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen möglich. Dies wollen wir den Tourenleiter*innen nicht auferlegen.

7. Die Radtour muss vollständig im Freien stattfinden
Start- und Zielpunkt, sowie Pausen, Unterbrechungen und Einkehr müssen im Freien stattfinden. Gibt es amtliche Vorschriften oder Ausnahmen dazu, dann haben diese Gültigkeit. Vorerst sollen sich unsere geführten Radtouren jedoch auf das Radfahren beschränken.

8. Sonstiges
Die Auswahl der Treff- und Haltepunkte muss so erfolgen, dass dort die notwendigen Abstandsregelungen eingehalten werden können. Die Teilnahme von zusätzlichen Tourenleitenden/Aktiven, die die Einhaltung der Abstände währender der Tour sicherstellen, kann sinnvoll sein. Große Herausforderungen, auf die man sich schon vor Beginn der Tour einstellen muss, sind, wegen der Abstandsregeln, ungeplante Halte (Rückstau, Querungen, Ampeln, etc.).

Routenplanung: hoch frequentierte Wege meiden und Ländergrenzen beachten


Derzeit und in der nächsten Zeit hat die Einhaltung von Abstandsregelungen hohe Priorität. Dies stellt vor allem an Freizeiteinrichtungen, beliebten Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen eine Herausforderung dar. Durch die schrittweise Öffnung von touristischen Einrichtungen und das gleichzeitig hohe zu erwartende Besucheraufkommen ist hier besondere Achtsamkeit und Vorsicht geboten. Wir empfehlen:
• Routenführung bewusst abseits der meist befahrenen Strecken.
• Vermeidung von touristischen Hauptzielen und bekannten Sehenswürdigkeiten, Plätzen, Einrichtungen.
• Bei geplanter Einkehr oder Zwischenstopps unbedingt vorherige Information über die Zugangsbeschränkungen und Besuchsregelungen der jeweiligen Einrichtungen einholen und befolgen (einige Freizeiteinrichtungen bieten Einlass nur für einen begrenzten Teil der gewöhnlichen Kapazitäten, haben andere Öffnungszeiten oder erlauben Zutritt nur mit Online-Tickets oder Vorabanmeldung).
• ADFC-Gliederungen, die Touren in unterschiedlichen Bundesländern anbieten müssen bei der Routenplanung beachten, dass je nach Bundesland unter Umständen andere Vorgaben zu Gruppengröße, Gastronomie etc. gelten.
• Der Tourenleiter ist für eine Radtour verantwortlich. Seinen Anweisungen ist Folge zu leisten.

Einkehr, Händehygiene, Toilettengänge


Auf längeren Touren ist es üblich in Restaurants und Cafés einzukehren und diese auch für Toilettengänge zu nutzen. Diese werden zwar nun wieder öffnen dürfen, oder sie sind schon offen, allerdings nur mit Reservierung und namentlicher Nennung der Gäste. Dies muss bei der Tourenplanung unbedingt berücksichtigt werden, genauso ob ausreichend Möglichkeiten für hygienische Toilettengänge vorhanden sind. Prüft vorab, ob öffentliche Toiletten wirklich geöffnet sind. Zur Verköstigung bieten sich auch Picknicks mit selbst mitgebrachten Speisen an. Auch hierbei müssen die Abstandsregeln eingehalten werden.

Risiken in allen Bereichen minimieren


Dieser Punkt ist insbesondere ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Wenn man bei einer Maßnahme ein ungutes Gefühl hat, sich über die möglichen Risiken nicht im Klaren ist, sollte darauf verzichtet werden oder eine risikofreie Alternative gewählt werden.

Verantwortung der Tourenleiter


Für eine Radtour ist der Tourenleiter verantwortlich. Dieser gestaltet den Rahmen einer Tour. Manche werden mit ihrer Radtour noch warten, andere werden schnellstmöglich starten, manche werden zunächst mit Kleingruppen fahren, etc. Wichtig ist, dass immer alle bei den Regelungen mitgenommen werden und die Touren (trotz aller Einschränkungen und Auflagen) wieder allen Spaß machen können. Wenn einige Tourenleiter*innen aktuell keine Touren leiten oder mitfahren wollen – so ist das in Ordnung und wird respektiert.

Radlertreff


Aktuell dürfen sich nur 2 Haushalte in der Gastronomie treffen. Daher ist ein Radlertreff bis auf weiteres bei uns in Seligenstadt nicht möglich.

Wir haben aktuell eine Ausnahmesituation, mit der wir wohl noch einige Zeit leben müssen.

Bleiben Sie gesund.

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